Am Dienstag (7. Juli 2026) gaben die NATO-Verbündeten auf dem NATO-Gipfeltreffen zum Thema Verteidigungsindustrie  bekannt , dass in den kommenden fünf Jahren über 40 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von Abwehrsystemen gegen Drohnen investiert werden. Zudem wollen sie bis Ende 2027 fünfmal so viele Drohnenpiloten ausbilden.

Um eine schnelle Beschaffung zu unterstützen, wird die NATO einen Marktplatz für Drohnenabwehrsysteme einrichten, der sicherstellt, dass die Systeme NATO-geprüft, NATO-kompatibel und zum Kauf verfügbar sind.

Zur Unterstützung der Drohnenausbildung werden die Verbündeten auch die multinationale NATO-Initiative „Flight Training Europe“ (NFTE) nutzen. Diese Initiative fördert die Ausbildung aller Flugbesatzungen und wird künftig auch die Ausbildung von Drohnenpiloten umfassen. Auf dem Forum traten Finnland, Frankreich und Schweden den siebzehn anderen NFTE-Mitgliedern bei. Im Rahmen der Initiative erhalten die teilnehmenden Verbündeten Zugang zu den sechzehn NFTE-Flugzentren in acht Ländern.

Die NATO-Beschaffungsagentur (NSPA) vergab außerdem einen Auftrag im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar zur Beschaffung von Überwachungsdrohnen für die Verbündeten.

Drohnen haben den Charakter moderner Kriegsführung grundlegend verändert und sind zu einem entscheidenden Faktor auf dem Schlachtfeld geworden. Eine effektive Verteidigung setzt die Fähigkeit voraus, Drohnen schnell zu erkennen, zu identifizieren und zu neutralisieren. Diese Initiativen sind unerlässlich, um die Einsatzbereitschaft und Widerstandsfähigkeit der Allianz zu stärken.

Quelle: NATO

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