Satellite Connect Europe hat jetzt offiziell den Betrieb aufgenommen. Das gab Vodafone im Rahmen des Mobile World Congress bekannt. Das Unternehmen wurde 2025 als Joint Venture von Vodafone und AST SpaceMobile gegründet. Es positioniert sich als Europas offener Anbieter für Direct to Device Satelliten Breitbanddienste und vernetzt Mobilfunknetzbetreiber in ganz Europa. Satellite Connect Europe ist ein europäisch geführtes Unternehmen mit Sitz in Luxemburg. Ziel ist es, die Mobilfunkabdeckung über die Grenzen terrestrischer Netze hinaus zu erweitern. Dazu arbeitet das Unternehmen eng mit europäischen Mobilfunknetzbetreibern (Mobile Network Operators, MNOs) zusammen.

Im Fokus steht der Aufbau von fünf Bodenstationen in Europa. Der Bau von Standorten in Spanien und im Vereinigten Königreich hat bereits begonnen, drei weitere Standorte befinden sich in der finalen Planungsphase. Die Infrastruktur soll eine flächendeckende Satellitenanbindung in ganz Europa ermöglichen.

Der Ansatz von Satellite Connect Europe sieht vor, europäischen Netzbetreibern einen europäisch kontrollierten Zugang zur Satellitenkonnektivität von AST SpaceMobile bereitzustellen. Netzbetrieb, Datenverarbeitung und Servicekontrolle verbleiben damit vollständig innerhalb des europäischen Rechtsraums. Die Infrastruktur ist für Direct‑to‑Device‑Dienste ausgelegt, die sich nahtlos in bestehende Mobilfunk-Netze integrieren lassen und mit heutigen Endgeräten funktionieren – ohne Geräte‑Upgrade.

Mit den Satelliten von AST SpaceMobile können Menschen in Gebieten ohne Mobilfunk-Abdeckung mit einem normalen 4G/5G-Smartphone nicht nur Videoanrufe tätigen und empfangen, sondern auch auf das Internet zugreifen und Online-Messenger nutzen. Im Gegensatz zu den heute vorherrschenden Satellitendiensten benötigen die Nutzer von AST SpaceMobile keine spezielle Satellitenschüssel, kein Satellitenterminal und kein teures Satellitentelefon, um Breitbandverbindungen aus dem All zu nutzen. Stattdessen funktioniert alles so, wie man es aus den bestehenden 4G– und 5G-Mobilfunk-Netzen kennt. Und die Nutzer können mit ihren handelsüblichen Smartphones automatisch zwischen dem Weltraum- und dem terrestrischen Netz wechseln.  

Erfahrenes Führungsteam

Mit dem operativen Start stellt Satellite Connect Europe auch sein Führungsteam vor:

John Slamecka übernimmt den Vorsitz des Verwaltungsrats. Der italienische Staatsbürger verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung in Europa, zuletzt als President von AT&T Business International.

Darren Ennis wird Mitglied des Verwaltungsrats. Der in Brüssel ansässige Ire ist Group Director EU Affairs bei der Vodafone Group und verantwortet dort die Beziehungen zu europäischen Institutionen. Er bringt umfassende Expertise in den Bereichen Regulierung und Public Policy mit.

Zum Managing Director wurde Meredith Sharples ernannt. Der Brite kehrt aus der Karibik nach Europa zurück, wo er zuletzt als Regional CEO bei Digicel tätig war. Zuvor hatte er verschiedene leitende Funktionen bei europäischen Telekommunikationsunternehmen inne.

Das in Luxemburg ansässige Managementteam wird ergänzt durch Florian Wopfner als Head of Finance, zuvor Group CFO und Managing Director bei Docler Holding, Beki Muinde als General Counsel und Head of External Affairs, die von Helios Towers plc wechselt, sowie Daniel Thomas als Head of Sales and Commercial, der zuvor bei der Vodafone Group tätig war.