Mit der zunehmenden Professionalisierung unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS) wächst auch der Bedarf an klaren, praxisnahen Vorgaben für deren sicheren Betrieb. Die neue VDI-Richtlinie adressiert genau diesen Bedarf und definiert Anforderungen an die Bewertung, Ausgestaltung und Genehmigung temporärer bzw. flexibler Start- und Landeflächen. Der Anwendungsbereich umfasst insbesondere VTOL- und STOL-Drohnenklassen mit einer MTOM <25 kg. Für größere Abflugmassen verstehen sich die formulierten Anforderungen als Empfehlungen.
Im Fokus stehen häufig auftretende, praxisrelevante Einsatzszenarien – individuelle Sonderanwendungen sind bewusst ausgenommen. Vorrangig richtet sich die Richtlinie an Flugbetriebe unter VLOS-Bedingungen; für BVLOS-Operationen dienen die Inhalte als empfohlene Grundlage.
Auch für Behörden kann die Richtlinie eine wertvolle Entscheidungs- und Bewertungsgrundlage darstellen. Die enthaltenen Anforderungen basieren auf Best-Practice-Beispielen und sind damit ebenso für Einsätze in der speziellen Kategorie nutzbar.
Die neue Richtlinie ergänzt die VDI 5912 Blatt 1 über Grundlagen zu Verantwortlichkeiten, Notverfahren, Flugvorbereitung und Flugdurchführung.
Beide Richtlinien sind wichtige Bausteine zur Sicherheit und Genehmigungsfähigkeit im wachsenden UAS-Ökosystem. Weitere Infos und Bezugsmöglichkeiten der neuen VDI 5912 Blatt 2 finden Sie hier: DIN Media