Synhelion hat Saipem mit den Pre-FEED-Arbeiten für eine synthetische Treibstoffanlage am RWEStandort Hürth-Knapsack in Deutschland beauftragt. Die Anlage soll RED-konforme erneuerbare Treibstoffe produzieren. Das Projekt ist ein weiterer Meilenstein in Synhelions Strategie, die Produktion synthetischer Drop-in-Treibstoffe für die Luftfahrt und den Transportsektor zu skalieren. Das Pre-FEED konkretisiert die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Projekts für die anschliessende FEED-Phase. Diese bildet die Basis für die finale Investitionsentscheidung, nach der das Projekt in die EPC-Phase übergehen kann.

Synhelion hat Saipem, einen weltweit führenden Anbieter von Ingenieur- und Bauleistungen für den Energie- und Infrastruktursektor, mit den Planungsarbeiten für eine kommerzielle Anlage für erneuerbare synthetische Treibstoffe beauftragt. Das Projekt verbindet Synhelions Treibstofftechnologie mit der technischen Expertise von Saipem sowie der industriellen Infrastruktur und Standortkompetenz von RWE. Synhelion hat dafür eine Fläche auf dem Knapsacker Hügel von RWE in Hürth in Deutschland reserviert.

Grundlage für die weitere Anlagenplanung

Die Anlage soll jährlich 30’000 Tonnen erneuerbare synthetische Treibstoffe produzieren, wobei der Schwerpunkt auf synthetischem Kerosin (SAF) liegt. Daneben sollen synthetischer Diesel und synthetisches Benzin für die Schifffahrt und den Strassenverkehr produziert werden. Das Projekt ergänzt Synhelions Portfolio kommerzieller Treibstoffanlagen, zu dem auch die geplante Erweiterung in Jülich gehört.

Im Rahmen des Pre-FEED arbeitet Saipem eng mit Synhelion zusammen, um die Anlagenplanung voranzutreiben und die technische Auslegung zu konkretisieren. Dazu gehört die Integration von Synhelions Technologie mit den nachgelagerten Prozessen zur Treibstoffsynthese und -aufbereitung. Zudem werden die für den Betrieb notwendigen Versorgungs- und Nebenanlagen definiert.

Strategischer Standort für die kommerzielle Umsetzung

Die Anlage ist auf dem RWE-Gelände Knapsack in Hürth geplant, das sich zunehmend auf Anwendungen der Kreislaufwirtschaft ausrichtet. Der etablierte Industriestandort bietet gute Voraussetzungen für eine zügige und kosteneffiziente Projektentwicklung, da bestehende Pipelines und Versorgungssysteme genutzt werden können. RWE unterstützt zudem bei der Standortentwicklung und beim Genehmigungsverfahren.

«Um erneuerbare Treibstoffe wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu machen, müssen wir unsere Technologie weiter skalieren. Die gemeinsamen Pre-FEED-Arbeiten sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung und schaffen die technische Grundlage für eine unserer kommerziellen Anlagen. Mit Saipem und RWE haben wir starke Partner für diese Skalierungsphase an unserer Seite», sagt Philipp Furler, Co-CEO und Mitgründer von Synhelion.

Das Projekt trägt dazu bei, die wachsende Nachfrage nach erneuerbaren synthetischen Treibstoffen zu decken, die unter anderem durch regulatorische Vorgaben wie ReFuelEU Aviation vorangetrieben wird. Die EU-Initiative schreibt seit 2025 steigende SAF-Beimischungsquoten vor. Projekte wie dieses ermöglichen die Produktion von Treibstoffen in Europa und stärken damit auch die regionale Energiesicherheit.

Quelle: Synhelion