Seit einem Jahr ist Prof. Dr. Reinhold Ewald, ehemaliger ESA-Astronaut, Raumfahrtbotschafter des Landes Nordrhein-Westfalen.
In dieser Zeit hat er die Faszination für Raumfahrt und Wissenschaft in die Schulen, Unternehmen und die Gesellschaft des Landes getragen – zuletzt bei einem Besuch in der Armin-Maiwald-Schule in Monheim am Rhein, wo er gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Mona Neubaur Drittklässlern das Leben im Weltall näherbrachte.
Mona Neubaur, Stellvertretende Ministerpräsidentin:
„Uns war es wichtig, mit Reinhold Ewald ein echtes Vorbild in die Schulen zu bringen. Die Begeisterung, die wir dort sehen, ist der Grundstein für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von morgen. NRW investiert dabei nicht nur in Raumfahrtbegeisterung, sondern in handfeste Zukunftsperspektiven.“
Reinhold Ewald selbst weiß, wie er junge Menschen erreicht. Auf die unvermeidliche Frage nach Außerirdischen antwortet er augenzwinkernd: „Darüber darf ich nicht reden.” Was er hingegen offen teilt: die Überzeugung, dass Neugier die wichtigste Antriebskraft ist – ob auf der Erde oder im All.
Raumfahrt in Nordrhein-Westfalen
In Köln befinden sich mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Europäischen Astronautenzentrum der ESA zentrale Akteure der deutschen Raumfahrt und ihrer Forschung. Hier entsteht mit der Mondsimulationsanlage LUNA zudem eine europaweit einzigartige Einrichtung zur Vorbereitung bemannter Missionen zum Mond und darüber hinaus. Auch im Bereich der sicheren Satellitenkommunikation – etwa im Rahmen des GOVSATCOM-Hubs des EU-Programms IRIS² – leistet Nordrhein-Westfalen wichtige Beiträge zur strategischen Souveränität Europas. Universitäten und Fachhochschulen in Aachen, Bochum, Bonn und weiteren Städten treiben gemeinsam mit der Industrie Entwicklungen in Robotik, Materialforschung, Satellitentechnik und Klimabeobachtung voran.
Nordrhein-Westfalen ist zudem eng in internationale Raumfahrtaktivitäten eingebunden – etwa durch seine Beteiligung an ESA-Missionen oder EU-Forschungsinitiativen. Diese internationale Vernetzung stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Akteure, sondern macht Nordrhein-Westfalen auch zu einem wichtigen Partner im globalen Raumfahrtgeschehen. Mit einem ESA BIC werden gezielt Start-ups und innovative Ideen gefördert. Start-ups und etablierte Unternehmen arbeiten eng zusammen an Lösungen für Anwendungen im All und auf der Erde – von der Erdbeobachtung bis zur medizinischen Telemetrie.
Um all diese Vorhaben zu bündeln und nach außen hin geschlossen zu vertreten, hat Nordrhein-Westfalen im Frühjahr 2025 Prof. Ewald als Raumfahrtbotschafter bestellt. Der ehemalige Astronaut und Forscher vertritt mit seiner langjährigen Expertise den Weltraum- und Technologiestandort Nordrhein-Westfalen nach außen.
Foto: © MWIKE NRW/M. Hermenau
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen