Zurück zum Mond – Europas nächster großer Schritt im All

Der Mond rückt wieder in den Mittelpunkt internationaler Raumfahrtambitionen – als wissenschaftliches Versuchsfeld und als Testumgebung für künftige Marsmissionen. Die neue Mond Analog Anlage LUNA in Köln erweitert die Möglichkeiten in Europa zur Vorbereitung dieser Mondaktivitäten. Dieses ESA‑DLR‑Projekt bietet eine Simulationsumgebung für Mondmissionen, in der Abläufe, Ausrüstung und Kooperationen unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden.

Doch welche Bedingungen herrschen eigentlich auf dem Mond? Worauf muss man sich vorbereiten und wie gelingt dies am besten? Und was genau soll auf dem Erdtrabanten eigentlich erforscht werden? Diese und weitere Fragen werden in der Sitzung beantwortet werden.

Vorgestellt wird die Anlage selbst und dabei dargelegt, wie genau dort die Mondoberflächenbedingungen simuliert werden, welche Art von robotischen und astronautischen Missionen in Köln getestet werden und welche Erkenntnisse es aus den ersten 1 ½ Jahren Betrieb gibt. Außerdem wird erklärt, was die Ziele der Forschungsaktivitäten auf dem Mond sind und wie man sich das Leben auf unserem Trabanten eigentlich vorstellt. Die Sitzung verdeutlicht: Der Mond ist kein ferner Sehnsuchtsort mehr – sondern ein fester Bestandteil europäischer Raumfahrtaktivitäten.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Raumfahrtagentur, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Weltraumkommando der Bundeswehr, der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), dem Forschungsnetzwerk Sicherheit und Technologie im Weltraum (SichTRaum),  der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF), der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg (IHK Bonn-Rhein-Sieg), der Volkshochschule Bonn und der Studentenvereinigung ASTRA statt.

Ablauf

Begrüßung: Dr. Enrico Fels
Geschäftsführer des Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS)

Vortrag mit anschließender Diskussion: Maria Hallinger
Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim LUNA-Projekt  am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

18:00-20:00 Uhr / Haus der Bildung, Volkshochschule Bonn (Mülheimer Platz 1, 53111 Bonn)

Ringvorlesung

Die Raumfahrt steht am Beginn einer neuen Ära, in der erstaunliche technologische Fortschritte und substantielle geopolitische Veränderungen die strategische Landschaft prägen. Die Europäer müssen angesichts der komplexen Gemengelage auch im All die eigenen Fähigkeiten, Zielsetzungen und Strategien kontinuierlich anpassen, um nicht nur im ansteigenden globalen Wettbewerb mitzuhalten, sondern die eigenen Interessen im Weltraum langfristig und nachhaltig zu wahren.

Die Förderung von Innovation, die Gewährleistung von Sicherheit und Resilienz sowie die aktive Mitgestaltung der internationalen Governance-Strukturen sind entscheidend für erfolgreiches staatliches und unternehmerisches Handeln, gesamtgesellschaftliche Prosperität und den zukünftigen Erfolg Europas im Weltraum. Durch eine zukunftsorientierte Mischung aus technologischer Exzellenz, astropolitischer Weitsicht und wirtschaftlicher Dynamik kann Europa seine Position als führender Akteur in der globalen Raumfahrt behaupten.

Die Ringvorlesung soll in den verschiedenen Segmenten relevante Themenbereiche durch Expertinnen und Experten öffentlichkeitswirksam ausleuchten und so dazu beitragen, die hohe Relevanz der kritischen Infrastruktur im Weltraum für das Leben der Menschen in Europa und darüber hinaus zu verdeutlichen.

Schirmherrin der Ringvorlesung ist die Stellvertretende Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens Mona Neubaur.

Quelle: CASSIS – Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studi