<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Forschung &#8211; AeroSpace.NRW</title>
	<atom:link href="https://aerospace.nrw/tag/forschung/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://aerospace.nrw</link>
	<description>Das NRW-Netzwerk der Luft- und Raumfahrtindustrie</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 Sep 2026 13:54:48 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.1</generator>

<image>
	<url>https://aerospace.nrw/wp-content/uploads/2021/03/cropped-favicon-32x32.png</url>
	<title>Forschung &#8211; AeroSpace.NRW</title>
	<link>https://aerospace.nrw</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Beißt die Schlange zu, können RWTH-Drohnen Leben retten</title>
		<link>https://aerospace.nrw/beisst-die-schlange-zu-koennen-rwth-drohnen-leben-retten</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Sarin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2026 13:48:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufband]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[New mobility]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://aerospace.nrw/?p=11486</guid>

					<description><![CDATA[Professor Dieter Moormann erläutert im Forum der Aachener Zeitung den Stand der Forschung an unbemannten Fluggeräten. RWTH-Senatsvorsitzender Kai-Uwe Schröder über das Spannungsfeld zwischen friedlicher und militärischer Nutzung. Langweilig ist gut. Unspektakulär ist auch gut. Für Professor Dieter Moormann kann es gar nicht öde genug sein. Denn je langweiliger ein Drohnenflug ist, desto sicherer ist er...  <a class="excerpt-read-more" href="https://aerospace.nrw/beisst-die-schlange-zu-koennen-rwth-drohnen-leben-retten" title="Read Beißt die Schlange zu, können RWTH-Drohnen Leben retten">Read more &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Professor Dieter Moormann erläutert im Forum der Aachener Zeitung den Stand der Forschung an unbemannten Fluggeräten. RWTH-Senatsvorsitzender Kai-Uwe Schröder über das Spannungsfeld zwischen friedlicher und militärischer Nutzung.</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Langweilig ist gut. Unspektakulär ist auch gut. Für Professor Dieter Moormann kann es gar nicht öde genug sein. Denn je langweiliger ein Drohnenflug ist, desto sicherer ist er auch. Und genau darum geht es dem Leiter des Instituts für Flugsystemdynamik und seinem Team: Den sicheren, präzisen und robusten Einsatz von autonomen unbemannten Flugsystemen – in Zeiten hybrider Bedrohungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Dienstagabend stellte er seine Forschung in einem Forum der Aachener Zeitung vor. Rund 100 Gäste waren ins Verlagsgebäude an der Dresdener Straße in Aachen gekommen, um aus erster Hand zu erfahren, wie der Stand der Drohnenforschung ist, was es mit dem „Center for Vertical Mobility“ auf sich hat und wie an der RWTH mit der „dual use“-Problematik umgegangen wird, also der Tatsache, dass friedliche Forschung auch militärisch genutzt werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Professor Dieter Moormann hatte seine wissenschaftlichen Mitarbeitenden Eva König und Philipp Müller mitgebracht, die konkrete Projekte vorstellten. So war Eva König in Bangladesch, um vor Ort testen zu können, ob im Notfall die Bevölkerung mit medizinischen Gütern versorgt werden kann. „Flutnetz“ heißt das Projekt, bei dem erprobt wurde, ob im Falle eines Schlangenbisses das benötigte Gegengift per Drohne in überflutete Gebiete gebracht werden kann. „Zwischen 7000 und 8000 Menschen sterben jährlich in Bangladesch an solchen Bissen, wir haben gezeigt, dass wir das Gegengift zentimetergenau am benötigten Ort abwerfen können“, berichtete Eva König. Überwacht werden die autonomen Fluggeräte dabei von Aachen aus – das funktioniert weltweit. Im Projekt „EDEN Medical“ von Philipp Müller geht es ebenfalls um den Transport medizinischer Güter. Müller erforscht dabei in Kooperation mit sechs Krankenhäusern – federführend ist die Uniklinik RWTH Aachen –den grenzüberschreitenden Flugverkehr in der Euregio: „Die Regularien sind dabei durchaus herausfordernd“ umschrieb er schmunzelnd die bürokratischen Hürden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beiden Projekten gemein sind die eingesetzten Fluggeräte. Die sogenannten „Kippflügler“ können vertikal starten, benötigen folglich keine Landebahn und sind überaus flexibel einsetzbar. Durch ihre schwenkbaren Tragflächen können sie anders als die bekannten Multikopter lange Strecken zurücklegen. Die Kippflügler fliegen automatisiert, nicht autonom. „Autonom hieße, sie würden eigene Entscheidungen treffen“, erläuterte Moormann. Auch an einer solchen „geschützten Autonomie“ forschen die RWTH-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Doch das Feld der Drohnenforschung an der RWTH ist noch viel weiter, der „Cleancopter“ kann Fassaden oder PV-Anlagen reinigen, „Flugwindkraftanlagen“ zielen darauf ab, in bis zu 1000 Metern Höhe Höhenwinde auszunutzen, die konventionelle Windenergieanlagen nicht zur Verfügung stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar ist aber auch: Spätestens mit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine schaut die Öffentlichkeit anders auf das Thema Drohnen. Wie sehr ein möglicher militärischer Nutzen der Forschung auch innerhalb der Universität diskutiert wird, erläuterte der RWTH-Senatsvorsitzende Professor Kai-Uwe Schröder in der von Bernd Büttgens und Carsten Rose moderierten Veranstaltung: Es gebe keine einfache Antwort auf die Frage nach dem „dual use“, wusste Schröder von intensiven Diskussionen im Senat zu berichten. Die RWTH wolle sensibilisieren und entwickle derzeit „Leitplanken“ als Orientierungshilfen für die Forschenden. Die Freiheit von Forschung und Lehre sei ein hohes Gut, die „Mütter und Väter des Grundgesetzes werden sich etwas dabei gedacht haben, als sie diese garantierten“, so Schröder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Befürchtung, dass an der RWTH generiertes Wissen zur Entwicklung von Produkten diene, die letztlich in Kriegen zum Einsatz kommen, stünden eben diese Freiheit der Forschung, der friedliche Einsatz von Drohnen und letztlich auch das Verteidigen der freiheitlichen Grundordnung auf Basis fester Werte, die die RWTH habe, gegenüber. „Natürlich entwickeln wir an der RWTH keine militärischen Produkte“, so Professor Dieter Moormann, „dennoch ist unsere Grundlagenforschung – wie nahezu jede Forschung – in der Konsequenz auch militärisch nutzbar.“ Hochsicherheitsforschung ist an der Aachener Universität ohnehin nicht möglich, „dafür fehlt uns die Infrastruktur“, so Schröder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie sehr sich die Sichtweise auf dieses Thema seit der russischen Aggression gewandelt hat, wird auch bei einem großen Projekt deutlich, dass derzeit in Aldenhoven neben der Halde Emil-Mayrisch entsteht. Hier, im früheren Bergbaugebiet in Sichtweite der riesigen Abraumhalde, wird das „Center for Vertical Mobility“ errichtet, der „dual use“, das wurde bei Übergabe des Förderbescheids durch NRW-Ministerin Mona Neubar und ‑Minister Oliver Krischer sehr deutlich, ist ausdrücklich gewünscht. Das Land Nordrhein-Westfalen stärkt gezielt Innovationen für die zivile und militärische Verteidigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Center for Vertical Mobility soll ein bundesweit einmaliges Kompetenz- und Testzentrum rund um das Thema Vertikale Mobilität im Rheinischen Revier geschaffen werden. An unbemannten automatisierten Fluggeräten wird ebenso geforscht wie an Lufttaxis und Flugwindkraftanlagen. Um deren Einsatz so sicher und robust wie möglich zu machen, müssen sie resilient gegenüber äußeren Einflüssen werden. „Wir haben es immer häufiger mit der absichtlichen Störung von Mobilfunk- und Satellitennavigation zu tun – leider“, sagt Dieter Moormann. In Aldenhoven sollen die Geräte fit dafür gemacht werden, trotz solcher Störungen einwandfrei zu funktionieren. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nicht nur für die automatisierte Luftfahrt, sondern ebenso für das automatisierte Fahren, egal ob auf Straße oder Schiene, eine Relevanz haben, also auch Züge und Autos stressresistenter machen. Die Systeme werden insbesondere gegen das „Jamming“, also das vorsätzliche Stören von Satellitensignalen, und das „Spoofing“, das Aussenden von Pseudo-Satellitensignalen, fitgemacht. „Es geht eben nicht nur um den Bau der Fluggeräte, sondern auch um die Anwendung im realen Umfeld, in dem es auch zu Störungen kommen kann“, so Moormann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Quelle: <a href="https://www.rwth-aachen.de/cms/root/wir/aktuell/pressemitteilungen/september-2026/~bspdfq/beisst-die-schlange-zu-koennen-rwth-dro/" target="_blank" rel="noopener">RWTH Aachen University</a></em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rohstoff aus der Luft: Grünes Methanol trotz Wasserknappheit</title>
		<link>https://aerospace.nrw/rohstoff-aus-der-luft-gruenes-methanol-trotz-wasserknappheit</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Sarin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 08:38:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufband]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaneutrale Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte/Entwicklung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://aerospace.nrw/?p=11348</guid>

					<description><![CDATA[CO₂ und Wasser für grünes Methanol direkt aus der Luft: Eine Jülicher Studie zeigt, dass dies auch in wasserarmen Regionen weltweit möglich wäre. Entscheidend für die Kosten sind vor allem gute Wind- und Solarstandorte. Anhaltende Hitzewellen und unterdurchschnittliche Niederschläge im Frühjahr und Sommer 2026 führen in Deutschland und Europa zu spürbarer Dürre, sinkenden Grundwasserständen und...  <a class="excerpt-read-more" href="https://aerospace.nrw/rohstoff-aus-der-luft-gruenes-methanol-trotz-wasserknappheit" title="Read Rohstoff aus der Luft: Grünes Methanol trotz Wasserknappheit">Read more &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>CO₂ und Wasser für grünes Methanol direkt aus der Luft: Eine Jülicher Studie zeigt, dass dies auch in wasserarmen Regionen weltweit möglich wäre. Entscheidend für die Kosten sind vor allem gute Wind- und Solarstandorte.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anhaltende Hitzewellen und unterdurchschnittliche Niederschläge im Frühjahr und Sommer 2026 führen in Deutschland und Europa zu spürbarer Dürre, sinkenden Grundwasserständen und Niedrigwasser in Flüssen wie dem Rhein. Gleichzeitig werden für die Herstellung wichtiger Rohstoffe wie grünem Wasserstoff und Methanol beträchtliche Mengen Wasser benötigt. Wenn die Produktion erneuerbarer Kraftstoffe künftig verstärkt in Regionen mit viel Sonne und Wind stattfinden soll, stellt sich daher die Frage, woher dieses Wasser kommen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Antwort darauf liefert nun eine Studie des Forschungszentrums Jülich: Forschende zeigen, wie sich erneuerbares Methanol auch in wasserarmen Regionen herstellen lässt. Das dafür benötigte Kohlendioxid und Prozesswasser können gemeinsam aus der Umgebungsluft gewonnen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sonnen- und windreiche Regionen bieten beste Voraussetzungen für die Herstellung grüner Kraftstoffe – leiden aber häufig unter Wasserknappheit“, sagt Erstautor Henrik Wenzel von der&nbsp;<a href="https://www.fz-juelich.de/de/ice/ice-2">Jülicher Systemanalyse</a>. Genau hier setzt das Forschungsprojekt&nbsp;<a href="https://www.dryhy.de/de">DryHy</a>&nbsp;an, welches vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und durch das&nbsp;<a href="https://www.fz-juelich.de/de/iet/iet-1">Institute of Energy Technologies&nbsp;</a>des Forschungszentrums koordiniert wird: Es untersucht die erneuerbare Herstellung von Methanol in wasserarmen Regionen aus einer ganzheitlichen Perspektive. Die nun veröffentlichte Studie bewertet die dafür entwickelte Prozesskette aus techno-ökonomischer Sicht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wasser und CO₂ aus einer Quelle</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Grundlage ist die direkte Luftabscheidung (engl. Direct Air Capture), kurz DAC. Ein Filtermaterial bindet Kohlendioxid und nimmt dabei auch Luftfeuchtigkeit auf. Was bislang eher als störender Nebeneffekt galt, wird im untersuchten Konzept zum Vorteil: Das abgeschiedene Wasser fließt gemeinsam mit dem CO₂ in die Methanolproduktion. Die Forschenden modellierten dafür die gesamte Prozesskette – einschließlich erneuerbarer Stromerzeugung, Elektrolyse, Energiespeichern, Wärmenutzung und Kühlung ohne zusätzlichen Wasserverbrauch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse umfasst mehr als 20.000 Regionen in 78 Ländern, die im Jahr 2050 voraussichtlich mindestens mittlerem Wasserstress ausgesetzt sein werden. In rund 97 Prozent dieser Regionen enthält die Luft im Jahresverlauf genug Wasser, um den Bedarf der Produktion vollständig zu decken. Selbst an sehr trockenen Standorten wäre die Herstellung grundsätzlich möglich, wenn die Anlage bevorzugt in feuchteren Stunden arbeitet und Wasser zwischenspeichert.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wind und Sonne bestimmen die Kosten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Wasserknappheit kein grundsätzliches Ausschlusskriterium für grünes Methanol sein muss“, sagt Jann Weinand, Leiter der Abteilung Integrierte Szenarien der Jülicher Systemanalyse. „Für günstige Produktionskosten ist eine ergiebige und möglichst gleichmäßige Versorgung mit erneuerbarem Strom meist wichtiger als eine hohe Luftfeuchtigkeit.“ Besonders vorteilhaft sind Standorte mit einer guten Kombination aus Wind- und Solarenergie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An günstigen Standorten liegen die für 2050 projizierten Produktionskosten in einer Größenordnung von einigen Hundert Euro pro Tonne; an weniger geeigneten Standorten können sie ein Mehrfaches erreichen. Damit könnte grünes Methanol dort, wo Wind und Sonne besonders ergiebig sind, in die Nähe heutiger Marktpreise rücken. Der aktuelle europäische Vertragspreis liegt bei knapp 1.000 Euro pro Tonne. Dieser Vergleich ist jedoch nur eine Momentaufnahme: Marktpreise schwanken stark, während die Studie künftige Produktionskosten modelliert. Sinkende Technologiekosten und steigende CO₂-Preise könnten den Abstand künftig verkleinern.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Offene Frage: Folgen für das lokale Klima</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des DryHy-Projekts wird zudem untersucht, wie sich die großtechnische Entnahme von Wasserdampf auf das lokale Klima auswirken könnte. Während das aktuelle Modell untersucht, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit die Anlage beeinflussen, kann so in Zukunft auch eine mögliche Rückwirkung auf Luftfeuchte, Wolken oder Niederschlag bewertet werden. „Dass wir keine lokalen Süßwasservorräte beanspruchen, bedeutet nicht automatisch, dass die Entnahme aus der Atmosphäre in jeder Größenordnung folgenlos bleibt“, sagt Thomas Schöb, Leiter des Teams Energiesystemtransformation. „Vor dem Bau sehr großer Anlagen sollte diese Frage standortspezifisch untersucht werden.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Modell zeigt Potenziale und Grenzen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie ist eine techno-ökonomische Modellrechnung, keine Untersuchung bestehender Fabriken. Regionale Unterschiede bei Finanzierung, Arbeitskosten und Infrastruktur sowie mögliche Materialengpässe sind nicht vollständig berücksichtigt. Auch die angenommene flexible Fahrweise der Hochtemperaturelektrolyse muss sich im industriellen Dauerbetrieb bewähren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Studie zeigt keine fertige Blaupause für jeden Standort“, betont Henrik Wenzel. „Sie zeigt aber, unter welchen Rahmenbedingungen das Konzept besonders vielversprechend ist – und welche technischen und ökologischen Fragen als nächstes beantwortet werden müssen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong>&nbsp;Direct air capture enables sustainable methanol production in water-scarce regions, by Henrik Wenzel, Thomas Schöb, David S. Sholl, Jochen Linßen, Detlef Stolten and Jann Michael Weinand, Nature Communications, August 2026,&nbsp;<a href="https://www.nature.com/articles/s41467-026-76865-x">DOI: 10.1038/s41467-026-76865-x</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Quelle: <a href="https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2026/rohstoff-luft-gruenes-methanol-trotz-wasserknappheit" target="_blank" rel="noopener">Forschungszentrum Jülich GmbH</a></em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schutzweste AstroRad kann Strahlenbelastung von Menschen im All deutlich senken</title>
		<link>https://aerospace.nrw/schutzweste-astrorad-kann-strahlenbelastung-von-menschen-im-all-deutlich-senken</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Sarin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 11:21:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufband]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte/Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://aerospace.nrw/?p=11357</guid>

					<description><![CDATA[Mit dem Artemis-Programm der NASA kehrt die Menschheit zum Mond zurück. Ende 2022 fand mit Artemis I der erste Testflug statt. Bei diesem startete das Orion-Raumschiff noch ohne Besatzung, dafür war es vollgepackt mit wissenschaftlichen Experimenten. Eines davon war das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geleitete Strahlungsexperiment MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment):...  <a class="excerpt-read-more" href="https://aerospace.nrw/schutzweste-astrorad-kann-strahlenbelastung-von-menschen-im-all-deutlich-senken" title="Read Schutzweste AstroRad kann Strahlenbelastung von Menschen im All deutlich senken">Read more &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<ul class="wp-block-list">
<li>Die auf Artemis I mitgeflogene Weste AstroRad könnte die effektive Strahlendosis bei starken Sonnenstürmen um bis zu 60 Prozent reduzieren.</li>



<li>Bei der 25,5-tägigen Mondmission des Orion-Raumschiffs Ende 2022 flogen die Phantome Helga und Zohar, die vom DLR und von der ISA bereitgestellt wurden. Zohar trug die Schutzweste. Mit den Vergleichsmessungen ließ sich ihre Schutzwirkung bewerten.</li>



<li>Das vom DLR geleitete MARE-Experiment war das erste, bei dem an Bord einer Artemis-Mission ein kontinuierlicher Verlauf der Strahlungsexposition gemessen wurde. Der Schwerpunkt lag dabei speziell auf weiblichen Körpermodellen.</li>



<li>Die Ergebnisse sind ein wichtiger Baustein für sichere astronautische Langzeitmissionen zum Mond oder perspektivisch zum Mars.</li>



<li>Schwerpunkte: Raumfahrt, Raumfahrtmedizin, astronautische Exploration, Weltraumstrahlung, Mond</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Artemis-Programm der NASA kehrt die Menschheit zum Mond zurück. Ende 2022 fand mit Artemis I der erste Testflug statt. Bei diesem startete das Orion-Raumschiff noch ohne Besatzung, dafür war es vollgepackt mit wissenschaftlichen Experimenten. Eines davon war das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geleitete Strahlungsexperiment MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment): Auf zwei der Passagierplätze flogen die beiden Messpuppen Helga und Zohar zum Mond und wieder zurück. Beide waren mit Strahlungsdetektoren ausgestattet, Zohar trug die neu entwickelte Schutzweste AstroRad, Helga flog ohne Schutz. Am 12. August 2026 wurden die Ergebnisse im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht. Eine zentrale Erkenntnis nach Auswertung und Vergleich der Datensätze der „Mond-Zwillinge“: Ein tragbarer Strahlenschutz wie AstroRad kann einen wirksamen Beitrag leisten, um das Gesundheitsrisiko von Menschen im All während strahlungsintensiver Sonnenaktivitäten zu senken. MARE entstand in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, Lockheed Martin und StemRad, die die Weste entwickelt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der elementaren Herausforderungen für die Raumfahrt ist unsichtbar: die Weltraumstrahlung. Außerhalb des schützenden Erdmagnetfelds werden Mensch und Technik bei einer Mission deutlich höheren Strahlendosen ausgesetzt als auf der Erde oder im erdnahen Orbit auf der Internationalen Raumstation ISS. Besonders kritisch sind starke solare Teilchenereignisse – umgangssprachlich Sonnenstürme –, bei denen innerhalb kurzer Zeit große Mengen energiereicher Teilchen freigesetzt werden. Für Astronautinnen und Astronauten können diese eine erhebliche Gefahr für ihre Gesundheit bedeuten; insbesondere, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden oder keine ausreichende Abschirmung vorhanden ist. Diese Ereignisse können zur akuten Strahlenkrankheit führen und das strahlungsinduzierte Krebsrisiko erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit dem MARE-Experiment konnten wir auf eine lange Forschungslinie aufbauen. Bereits seit vielen Jahren untersuchen wir die Strahlenbelastung von Astronautinnen und Astronauten, unter anderem auf der ISS. Mit dem früheren MATROSHKA-Experiment wurde dort zum Beispiel die Dosisbelastung in einem menschenähnlichen Phantom im erdnahen Orbit erfasst“, sagt Dr. Anke Pagels-Kerp, DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt. „Mit MARE führte unser Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin diese Arbeiten auf der ersten Artemis-Mission erfolgreich zwischen Erde und Mond fort. Nach Artemis I im Jahr 2022 haben wir uns sehr gefreut, dass es für unsere Strahlungsforschung an Bord der Orion auf der zweiten Artemis-Mission im April 2026 erneut Richtung Mond ging. Dabei kam mit dem M-42 EXT eine weiterentwickelte Generation aus der Familie der weltraumerprobten DLR-Strahlungsdetektoren zum Einsatz.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Deutsche Hardware unterstützt die Messung der Weltraumstrahlung zwischen Erde und Mond erstmals kontinuierlich</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bei MARE ging es um die Strahlungsbelastung auf realistische Nachbildungen des weiblichen Körpers. Sie war damit im Bereich der Weltraumstrahlungsforschung die erste Studie dieser Art jenseits der erdnahen Umlaufbahn. Diese ist besonders für die astronautische Raumfahrt bedeutend, da Frauen statistisch ein höheres strahlungsinduziertes Krebsrisiko haben und Krebs neben der Strahlenkrankheit zu den größten gesundheitlichen Gefahren von Strahlungsexposition im Weltraum gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Messpuppen-Zwillinge Helga und Zohar bestehen aus Kunststoffmaterialien, die Knochen, Weichteile und Organe im Torso einer erwachsenen Frau nachbilden. Die Zwillinge wurden jeweils aus 38 einzelnen Scheiben aufgebaut. Auf und in ihnen integrierte das Team mehrere tausend passive Dosimeter sowie 16 der vom DLR entwickelten aktiven Strahlungsmessgeräte M-42. 18 weitere aktive Strahlungsdetektoren (CAD) sowie tausende Thermolumineszenz-Dosimeter zur gezielten Messung ionisierter Strahlung wurden von der NASA zur Verfügung gestellt. Während Helga ungeschützt flog, trug Zohar die von StemRad aus Israel entwickelte Strahlenschutzweste AstroRad. So brach die Orion zu ihrer Mondreise auf und in den besonders strahlungsempfindlichen Bereichen eines menschlichen Körpers sammelten die DLR-Detektoren in den „Mond-Zwillingen“ gezielt die jeweiligen Strahlungsdosen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der 25,5 Tage dauernden Orion-Mission erhoben die Strahlungsdetektoren in den Messkörpern sowie im gesamten Raumschiff kontinuierlich Messdaten. Erstmalig entstand dabei ein diskreter Datensatz der Strahlungssituation zwischen Erde und Mond in einem stark abgeschirmt konzipierten Crewraumschiff. Daraus erstellte das Forschungsteam ein detailliertes dreidimensionales Bild der Strahlenbelastung in unterschiedlichen Organen und Geweben. Der direkte Vergleich der Strahlenbelastung von Helga und Zohar erlaubte es anschließend, die Wirkung der Weste auf die empfindlichen Organe zu bewerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies geschah allerdings nicht allein auf Basis der Messdaten des Artemis-I-Fluges. Während der Flugzeit kam es nicht zu einer signifikant verstärkten Sonnenaktivität, aber Orion flog durch die Strahlungsgürtel der Erde, die sogenannten Van-Allen-Gürtel. Das MARE-Team extrapolierte im Rahmen der Auswertung und Analyse diese Daten aus dem Strahlungsgürtel auf die Dimensionen bekannter Sonnenstürme aus der Vergangenheit, zu denen ebenfalls Daten vorliegen, um die Schutzwirkung der Weste auch bei starker Sonnenaktivität beurteilen zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hochrechnungen auf Strahlungsbelastung historischer Sonnenstürme: Schutzwirkung der Weste bis fast 60 Prozent</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Hochrechnung der Messdaten auf Werte, wie sie bei extremen Sonnenereignissen wie denen der Jahre 1972 und 1989 auftreten würden, konnte das Studienteam die Schutzwirkung der Weste bewerten. Daraus ergab sich eine der zentralen Erkenntnisse der gesamten MARE-Studie. Die gute Vergleichbarkeit der Messdaten und der hochgerechneten Simulationswerte war eine zentrale Voraussetzung, um die Schutzwirkung der Weste für solare Extremereignisse wie aus den Jahren 1972 und 1989 belastbar einschätzen zu können. Hier ergab sich eine der Kernerkenntnisse der gesamten MARE-Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem starken Sonnensturm nach dem Vorbild des historischen Ereignisses vom August 1972 könnte die AstroRad-Weste die effektive Strahlendosis eines Menschen im Weltraum um rund 60 Prozent reduzieren. Für ein Ereignis ähnlich dem Sonnensturm vom Oktober 1989, dessen Teilchenspektrum energiereicher war – und damit schwerer abzuschirmen wäre –, ergibt die Hochrechnung eine Reduktion von knapp 40 Prozent. Damit könnte die Schutzweste Astronautinnen und Astronauten im Ernstfall einen erheblichen Teil ihrer zulässigen Lebenszeitdosis ersparen und den Gesundheitsschutz im Weltraum deutlich verbessern.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://www.dlr.de/de/bilder/raumfahrt/missionen/artemis-i-mare/infografik-mare-experiment/@@images/image" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">Infografik aus DLRmagazin 170 aus 2022: Experiment MARE auf der Mondmission Artemis IDie Strahlenmesspuppe Helga flog für das Projekt MARE mit ihrer „Zwillingsschwester“ Zohar zur Strahlungsmessung und Evaluierung der Schutzweste AstroRad bei der NASA-Mission Artemis I im Raumschiff Orion zum Mond und zurück.Credit:&nbsp;<a href="https://www.dlr.de/de/service/impressum">DLR (CC BY-NC-ND 3.0)</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die berechnete Schutzwirkung der AstroRad-Weste könnte somit im Umkehrschluss die aktive Zeit im Weltraum für Astronautinnen und Astronauten verlängern. Dies kann für die perspektivisch immer komplexeren und weiter in den Raum vordringenden astronautischen Missionen mehr Planungsspielraum geben. Auch wenn sich die MARE-Studie auf den weiblichen Körper fokussiert hat, gilt die mögliche Schutzwirkung auch für männliche Astronauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Auf dem ersten Orion-Mondflug bei Artemis I mitfliegen zu können, war eine großartige Gelegenheit für uns“, sagt Dr. Thomas Berger, Strahlenphysiker und Leiter der Studie vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. „Die Ergebnisse zeigen jetzt, dass wir mit MARE einen entscheidenden Schritt vom Messen hin zum Bewerten konkreter Schutz- beziehungsweise Gegenmaßnahmen gehen konnten. Für künftige Missionen zum Mond oder auch später weiter zum Mars müssen wir nicht nur wissen, wie hoch die Strahlenbelastung ist. Es gilt auch zu verstehen, welche Schutzkonzepte unter realistischen Missionsbedingungen wirken und zugleich praktikabel sind. Auf dem Weg dahin liefert MARE einzigartige Daten.“</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Hintergrundinfo: Schutzweste AstroRad</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">AstroRad wurde von StemRad aus Israel entwickelt. Ihr Kern besteht aus einem Polymer mit hohem Wasserstoffanteil, was gegen die gesundheitsgefährdende Protonenstrahlung wirksam ist. Einzelne feste Abschirmungselemente sind hexagonal angeordnet, um den Astronautinnen und Astronauten eine komfortable Bewegungsfreiheit beim Tragen zu ermöglichen. Die für MARE eingesetzte Weste wog – auf der Erde – rund 26 Kilogramm. Seit Artemis I entwickelt StemRad die Weste weiter. Das Ziel ist, die Nutzlastmasse zu reduzieren.</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die AstroRad-Weste konzentriert das abschirmende Material auf strahlenempfindliche Organe und Gewebe. Dazu zählen unter anderem Knochenmark, Lunge, Magen, Brust und Eierstöcke. Es ist also ein Konzept, das darauf ausgerichtet ist, ein möglichst ideales Verhältnis aus hohem Gesundheitsschutz und kompakter Bauweise zu finden. Dies ist in zweifacher Hinsicht wichtig: Zum einen sind Masse und Volumen einer Nutzlast in der Raumfahrt generell ein limitierender Faktor. Sie müssen ihrem Nutzen gegenübergestellt und ihr Mitflug stets abgewogen werden. Zum anderen müssen sich Astronautinnen und Astronauten auf begrenztem Raum möglichst gut bewegen können.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Gezielter Schutz effektiver als Ganzkörperschutz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In zusätzlichen Modellrechnungen wurden Helga und Zohar – die nur den menschlichen Torso abbilden – durch virtuelle Ganzkörper-Messphantome ersetzt, um die berechnete Wirkung der AstroRad auch noch mit einem realistischen Ganzkörperschutz gleicher Masse zu vergleichen. Hierbei betrug die durch AstroRad erzielte Dosisreduktion 58,2 Prozent für das Ereignis von 1972 und 36,9 Prozent für das Ereignis von 1989, während die Ganzkörperabschirmung einen um etwa 30 Prozent geringeren Schutz bot. Dies zeigt, dass das gezielt auf den Schutz sensibler Körperpartien ausgelegte Westendesign der AstroRad sogar ein effektiverer Gesundheitsschutz als ein Ganzkörperschutzanzug sein kann, der überall mit gleicher Stärke an abschirmendem Material konzipiert ist. Gleichzeitig bleibt die Beweglichkeit der Crew bei einer kompakten Weste besser erhalten als bei anderen, stärker einschränkenden Schutzkonzepten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Orion-Raumschiff verfügt für den Fall erheblicher Sonnenstürme über einen geschützten Bereich, den sogenannten Storm Shelter, den die Besatzung nach Bedarf innerhalb der Raumkapsel schnell errichten kann. Ein tragbarer Schutz wie AstroRad kann aufgrund seiner kompakten Bauweise solche Konzepte ergänzen, etwa wenn Besatzungsmitglieder sich während eines Strahlungsereignisses bewegen und wichtige Aufgaben nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb des engen Schutzbereichs übernehmen müssen – und währenddessen weiterhin geschützt bleiben. Aber auch für größere, weniger gegen Strahlung abgeschirmte Raumfahrzeuge, Mondhabitate oder spätere Marsmissionen könnten solche tragbaren Systeme in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltraumstrahlung bleibt ein wichtiges Forschungsfeld, um in Zukunft mit geeigneten Gegenmaßnahmen den Gesundheitsschutz im All zu verbessern und so ambitionierte astronautische Langzeitmissionen zu ermöglichen. Die MARE-Ergebnisse zeigen aktuell, dass sich die Risiken immer besser erfassen und gezielt verringern lassen. Mit den Messungen auf Artemis I und der Fortsetzung auf Artemis II liefert das DLR als wichtiger Teil der internationalen Strahlungsforschungsgemeinschaft im Mondprogramm der NASA die Grundlagen, um Menschen künftig sicherer zum Mond, in eine Mondumlaufbahn und eines Tages weiter zum Mars zu bringen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sternenhülle in der Nähe des Schwarzen Lochs Sgr A* enthält Wasser</title>
		<link>https://aerospace.nrw/sternenhuelle-in-der-naehe-des-schwarzen-lochs-sgr-a-enthaelt-wasser</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Sarin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 08:07:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufband]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://aerospace.nrw/?p=11279</guid>

					<description><![CDATA[Neue Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop zeigen, dass der Stern IRS 3 im Zentrum unserer Milchstraße enorme Mengen an Masse verliert. Seine umliegende Hülle wird dadurch kontinuierlich größer / Veröffentlichung im Fachjournal „Astronomy &#38; Astrophysics“ Astronomische Untersuchungen des Sterns IRS 3 in der Nähe des Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Galaxie legen nahe, dass der Stern...  <a class="excerpt-read-more" href="https://aerospace.nrw/sternenhuelle-in-der-naehe-des-schwarzen-lochs-sgr-a-enthaelt-wasser" title="Read Sternenhülle in der Nähe des Schwarzen Lochs Sgr A* enthält Wasser">Read more &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neue Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop zeigen, dass der Stern IRS 3 im Zentrum unserer Milchstraße enorme Mengen an Masse verliert. Seine umliegende Hülle wird dadurch kontinuierlich größer / Veröffentlichung im Fachjournal „Astronomy &amp; Astrophysics“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Astronomische Untersuchungen des Sterns IRS 3 in der Nähe des Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Galaxie legen nahe, dass der Stern große Mengen an Gas und Staub von sich bläst und so eine außergewöhnlich große Hülle bildet, in der sich auch Wassermoleküle befinden. Die Studie führten Astronom*innen um PD Dr. Florian Peißker vom Institut für Astrophysik der Universität zu Köln durch. Als Mitglied des Konsortiums des Europäischen James Webb Space Telescope (JWST) für die Beobachtung naher Galaxien hat die Arbeitsgruppe um Peißker die direkte Umgebung des supermassiven Schwarzen Lochs Sagittarius A*, kurz Sgr A*, im Zentrum unserer Milchstraße beobachtet. Die Ergebnisse wurden unter dem Titel „Dust production in the harsh environment of Sgr A* – MIRI/JWST observation of the O-rich asymptotic giant branch star IRS 3“ im Fachjournal&nbsp;<em>Astronomy &amp; Astrophysics</em>&nbsp;veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die vorliegende Studie haben die Wissenschaftler*innen das MIRI-Instrument benutzt, das Teil des James-Webb-Weltraumteleskops ist. MIRI (Mid Infrared Instrument) ermöglicht Beobachtungen im mittleren infraroten Lichtspektrum und wurde zum Teil am Institut für Astrophysik entwickelt. Im Fokus der Beobachtungen stand der Stern IRS 3. Dieser befindet sich in ungefähr 0,6 Lichtjahren oder 42.000 Astronomischen Einheiten vom Schwarzen Loch entfernt. Eine Astronomische Einheit entspricht der Entfernung von der Erde bis zur Sonne. Die Voyager 1 Sonde – das von der Erde am weitesten entfernte von Menschenhand geschaffene Objekt im Universum – würde für diese Strecke 10.000 Jahre brauchen. Aus astronomischer Perspektive befindet sich IRS 3 dennoch in direkter Nachbarschaft zum Schwarzen Loch Sgr A*.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Besondere an dem Stern ist seine enorm große Hülle mit einem Radius von 10.000 Astronomischen Einheiten. Eine große Hülle ist für entwickelte Sterne zwar grundsätzlich typisch. Allerdings steht IRS 3 damit in der direkten Umgebung von Sgr A* allein da, was aufgrund der Anwesenheit von Millionen anderer Sterne ungewöhnlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung mit dem MIRI-Instrument ermöglichte nun eine detaillierte Analyse der Hülle von IRS 3. Entgegen früherer Untersuchungen haben die Wissenschaftler*innen um Peißker festgestellt, dass sich der Stern in der sogenannten Superwind-Phase befindet. Als Superwind bezeichnet man in der Astrophysik eine Phase extrem starken Masseverlusts am Ende des Lebens massereicher Riesensterne. Dabei blasen die Sterne über Jahrhunderte hinweg enorme Mengen an Gas und Staub in ihre Umgebung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchungen legen nahe, dass IRS 3 alle 18 Tage die Masse unserer Erde verliert und die Hülle dadurch kontinuierlich größer wird. Neben der Größe erklärt dies auch die Dichte der Hülle, in der unerwartete Moleküle gefunden wurden. Denn entgegen der bisherigen Annahme, dass die Strahlung, die mit dem Schwarzen Loch und seiner Umgebung assoziiert wird, das Überleben von Molekülen beeinträchtigt, fanden die Wissenschaftler*innen mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops Wasser in der Hülle von IRS 3. Dies legt den Schluss nahe, dass der Stern aktiv dazu beträgt, die Umgebung von Sgr A* mit fundamentalen Bausteinen des Lebens anzureichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell bauen Forschende der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Lucas Labadie am Institut für Astrophysik die nächste Generation von Instrumenten, die in einigen Jahren am Extremely Large Telescope in der chilenischen Atacama-Wüste in Betrieb genommen werden. Mit dem sogenannten METIS-Instrument werden die Wissenschaftler*innen dann in der Lage sein, die Hülle von IRS 3 und die darin verborgenen Geheimnisse weiter zu entschlüsseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Quelle: <a href="https://uni-koeln.de/universitaet/aktuell/meldungen/meldungen-detail/sternenhuelle-in-der-naehe-des-schwarzen-lochs-sgr-a-enthaelt-wasser">Universität zu Köln</a></em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Für Klima- und Umweltforschung: Zeppelin-Messkampagne gestartet</title>
		<link>https://aerospace.nrw/fuer-klima-und-umweltforschung-zeppelin-messkampagne-gestartet</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Sarin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 08:10:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufband]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte/Entwicklung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://aerospace.nrw/?p=11274</guid>

					<description><![CDATA[Das Forschungszentrum Jülich startet am 3. August eine zweiwöchige Zeppelin-Messkampagne über Nordrhein-Westfalen. Vom Luftschiffhangar am Flughafen Essen/Mülheim aus wird ein Zeppelin NT als fliegende Forschungsplattform für hochpräzise Atmosphärenmessungen eingesetzt. Ziel ist es, neue Messverfahren zu erproben und gleichzeitig Antworten auf drängende Fragen des Klima- und Umweltschutzes zu finden – von der Luftqualität in Städten bis...  <a class="excerpt-read-more" href="https://aerospace.nrw/fuer-klima-und-umweltforschung-zeppelin-messkampagne-gestartet" title="Read Für Klima- und Umweltforschung: Zeppelin-Messkampagne gestartet">Read more &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Forschungszentrum Jülich startet am 3. August eine zweiwöchige Zeppelin-Messkampagne über Nordrhein-Westfalen. Vom Luftschiffhangar am Flughafen Essen/Mülheim aus wird ein Zeppelin NT als fliegende Forschungsplattform für hochpräzise Atmosphärenmessungen eingesetzt. Ziel ist es, neue Messverfahren zu erproben und gleichzeitig Antworten auf drängende Fragen des Klima- und Umweltschutzes zu finden – von der Luftqualität in Städten bis zur Gesundheit unserer Wälder.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Zeppelin bietet uns Möglichkeiten, die andere Forschungsplattformen nur eingeschränkt bieten können“, sagt Jun.-Prof. Dr. Eva Pfannerstill vom Institute of Climate and Energy Systems – Troposphäre (ICE-3) am Forschungszentrum Jülich. „Durch seine langsame und stabile Flugweise können wir hochpräzise Messungen in niedriger Flughöhe durchführen und Gebiete gezielt überfliegen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Forschungslabor in der Luft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Kampagne wird der Zeppelin mit modernster Messtechnik ausgestattet und über verschiedene Regionen Nordrhein-Westfalens fliegen. Die Forschenden messen dabei Spurengase – also Gase, die nur in sehr geringen Konzentrationen in der Atmosphäre vorkommen, aber wichtige Hinweise auf biologische und chemische Prozesse liefern. Aus diesen Daten lässt sich beispielsweise ableiten, wie Stoffe zwischen Wäldern, Städten und Atmosphäre ausgetauscht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig wird ein neu entwickeltes Windmesssystem unter realen Bedingungen getestet. Dafür werden die Messungen des Zeppelins mit Referenzmessungen an Messtürmen verglichen. Die erfolgreiche Validierung – also der Nachweis, dass ein Messverfahren zuverlässig und präzise arbeitet – bildet die Grundlage für zukünftige Messkampagnen und eröffnet neue Möglichkeiten für die Atmosphärenforschung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Luftqualität und Wälder besser verstehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Messkampagne vereint mehrere Forschungsfragen, die für Umwelt- und Klimaforschung von großer Bedeutung sind. Gemeinsam tragen die Projekte dazu bei, die Zusammenhänge zwischen Luftqualität, Waldgesundheit und Klima besser zu verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Projekte werden von Wissenschaftler:innen geleitet, die im Rahmen von Nachwuchsprogrammen eigene Forschungsgruppen aufbauen und damit früh wissenschaftliche Verantwortung übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jun.-Prof. Dr. Eva Pfannerstill untersucht im Rahmen ihrer Helmholtz Investigator Group, wie Umweltstress die Wechselwirkung zwischen Wald und Atmosphäre verändert. Wälder geben große Mengen Spurengase ab – vielen Menschen beispielsweise als Tannenduft bekannt. In der Atmosphäre können diese Gase zu winzigen Partikeln reagieren, die das Klima und die Luftqualität beeinflussen. Mithilfe von Messungen über unterschiedlich stark geschädigten Waldgebieten, beispielsweise durch Schädlinge, wollen die Forschenden besser verstehen, wie sich diese Prozesse unter den Bedingungen des Klimawandels verändern werden. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Vorhersagen zur Luftchemie und Klima weiter zu verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Georgios Gkatzelis, ebenfalls vom ICE-3, widmet sich einem bislang wenig erforschten Bereich der Luftverschmutzung. Im Rahmen seines ERC Starting Grants untersucht er mit seiner Forschungsgruppe Emissionen aus Städten, die nicht aus Verkehr oder Industrie stammen, sondern beispielsweise durch Haushaltschemikalien entstehen. Solche Quellen sind bislang nur unzureichend erfasst, können die Luftqualität jedoch stark beeinflussen. Die Messungen sollen dazu beitragen, die Zusammensetzung der Stadtluft besser zu verstehen und Luftqualitätsmodelle weiter zu verbessern – eine wichtige Grundlage für wirksame Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Gesundheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Um wirksame Maßnahmen für saubere Luft entwickeln zu können, müssen wir zunächst verstehen, wo Emissionen entstehen und wie sie sich in der Atmosphäre verhalten“, sagt Gkatzelis.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Interdisziplinäre Forschung für Umwelt und Klima</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeppelin-Messkampagne vereint Expertise aus mehreren Instituten des Forschungszentrums Jülich. Das Institute of Climate and Energy Systems (ICE-3) untersucht mit Gasmessungen die Prozesse in der Atmosphäre. Das Institut für Bio- und Geowissenschaften trägt mit einem Gerät zur Messung der pflanzlichen Photosyntheseaktivität (Institutsbereich Pflanzenwissenschaften, IBG-2) sowie einem Messnetzwerk zur Beobachtung des Waldzustands am Boden (Institutsbereich Agrosphäre, IBG-3) bei. Das Institute of Technology and Engineering (ITE) entwickelt und baut die Messysteme, damit sie an Bord des Zeppelins eingesetzt werden können. Gemeinsam verbinden die beteiligten Institute ihre Kompetenzen aus Atmosphärenforschung, Pflanzenforschung, Messtechnik und Ingenieurwissenschaften, um komplexe Umweltprozesse aus der Luft und am Boden zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeppelin-Messkampagne verbindet die Expertise des Forschungszentrums Jülich mit Partnern aus Wissenschaft und Luftfahrt. Wissenschaftliche Partner sind unter anderem die Universität zu Köln, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Goethe-Universität Frankfurt, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Universität Tübingen sowie die Universitäten Wageningen und Utrecht in den Niederlanden. Die Zeppelin NT Luftschifftechnik GmbH &amp; Co. KG unterstützt die Kampagne mit ihrer Expertise rund um den Einsatz des Zeppelin NT als Forschungsplattform. Gemeinsam schaffen die Partner die Voraussetzungen für innovative Atmosphärenmessungen und neue Erkenntnisse zu Umweltprozessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Quelle: <a href="https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2026/fuer-klima-und-umweltforschung-zeppelin-messkampagne-gestartet">Forschungszentrum Jülich</a></em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Space Innovation Cup – Ideen zur Steuerung von Drohnen per Satellit gesucht</title>
		<link>https://aerospace.nrw/space-innovation-cup-ideen-zur-steuerung-von-drohnen-per-satellit-gesucht</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Sarin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 09:51:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufband]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[New mobility]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://aerospace.nrw/?p=11151</guid>

					<description><![CDATA[Kleine Drohnen kommen zunehmend in Industrie, Katastrophenschutz sowie sicherheitsrelevanten Anwendungen zum Einsatz. Ihre Einsatzmöglichkeiten werden jedoch häufig durch die begrenzte Reichweite bestehender Kommunikationssysteme eingeschränkt. Im Space Innovation Cup der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird daher die Entwicklung innovativer Lösungen für die zuverlässige Steuerung und den Datentransfer kleiner Drohnen über...  <a class="excerpt-read-more" href="https://aerospace.nrw/space-innovation-cup-ideen-zur-steuerung-von-drohnen-per-satellit-gesucht" title="Read Space Innovation Cup – Ideen zur Steuerung von Drohnen per Satellit gesucht">Read more &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<ul class="wp-block-list">
<li>Kleine Drohnen kommen zunehmend in Industrie, Katastrophenschutz sowie sicherheitsrelevanten Anwendungen zum Einsatz.</li>



<li>Bislang haben sie aber eine geringe Reichweite, die per Satellitenverbindung gesteigert werden könnte.</li>



<li>Der Wettbewerb der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR fördert Ideen zur Steuerung von Drohnen per Satellit. Er wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) initiiert und finanziert.</li>



<li>Bewerbungen sind bis zum 13. September 2026 möglich.</li>



<li>Schwerpunkte: Raumfahrt, New Space, Innovationsförderung</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Kleine Drohnen kommen zunehmend in Industrie, Katastrophenschutz sowie sicherheitsrelevanten Anwendungen zum Einsatz. Ihre Einsatzmöglichkeiten werden jedoch häufig durch die begrenzte Reichweite bestehender Kommunikationssysteme eingeschränkt. Im Space Innovation Cup der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird daher die Entwicklung innovativer Lösungen für die zuverlässige Steuerung und den Datentransfer kleiner Drohnen über Satelliten gefördert. Der Wettbewerb wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) initiiert und finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gesucht werden robuste, sichere und skalierbare Technologien, die eine leistungsfähige Satellitenanbindung bei möglichst geringem Gewicht, niedrigem Energieverbrauch und geringen Kosten ermöglichen. Damit sollen neue Einsatzmöglichkeiten erschlossen und gleichzeitig die Innovationskraft der New-Space-Szene gestärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für jede Phase des Wettbewerbs erhalten die Teilnehmenden eine finanzielle Vergütung, die insgesamt über alle Phasen hinweg bis zu 500.000 Euro betragen kann. Eine unabhängige Jury aus ausgewählten Expertinnen und Experten entscheidet über die Zulassung der Teilnehmenden und kürt den Gewinner.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ablauf und Teilnahmebedingungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Space Innovation Cup richtet sich an die New-Space-Szene, Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Forschungseinrichtungen sowie etablierte Unternehmen aus der Europäischen Union. Die Bewerbung eines Verbundes aus mehreren Einrichtungen oder Unternehmen ist möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel ist die Entwicklung einer Lösung zur Steuerung und stabilen Datenübertragung kleiner Drohnen über Satelliten zu jeder Zeit – möglichst ohne Flugzeit, Energiehaushalt und Nutzlast zu beeinträchtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung soll an einem funktionsfähigen End-to-End-System demonstriert werden, das handelsübliche Drohnen über Satelliten steuert und Daten überträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bewerbungen sind bis zum&nbsp;<strong>13. September 2026</strong>&nbsp;möglich. Aus den Bewerbungen werden anschließend die Teilnehmenden ausgewählt, die sich in den folgenden drei Projektphasen bewähren können. Am 27. Juli 2026 wird zudem ein FAQ-Webinar angeboten.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Hintergrund</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Der Space Innovation Cup ist ein mehrphasiger Innovationswettbewerb des Space Innovation Hubs der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Er besteht aus Auswahlrunden, Pitchformaten und einer phasenweisen Finanzierung. Er wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) initiiert und finanziert. Der Cup wird 2026 erstmals ausgeschrieben.</td></tr></tbody></table></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Weiterführende Links</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.spaceinnovationhub.de/wettbewerbe/space-innovation-cup/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alle Informationen und Unterlagen zum Wettbewerb finden Sie auf der Website des Space Innovation Cups</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/space-innovation-cup-ideen-zur-steuerung-von-drohnen-per-satellit-gesucht" target="_blank" rel="noreferrer noopener">DLR</a></em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Anfrage nach Informationen zu Luftraumüberwachungs- und C-UAS-Lösungen für duale (militärische und zivile) Missionen</title>
		<link>https://aerospace.nrw/anfrage-nach-informationen-zu-luftraumueberwachungs-und-c-uas-loesungen-fuer-duale-militaerische-und-zivile-missionen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Sarin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 12:49:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufband]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte/Entwicklung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://aerospace.nrw/?p=10532</guid>

					<description><![CDATA[ZWECK DER INFORMATIONSANFRAGE EDA ist bestrebt, sein Verständnis der Leistungsfähigkeit und der Eigenschaften der Luftraumüberwachung nicht-kooperativer Flugzeuge und unbemannter Abwehrsysteme (C-UAS) zu verbessern. Dies umfasst die Erkennung, Verfolgung, Klassifizierung, Identifizierung und Neutralisierung sowie die Führung und Kontrolle (C2) und damit verbundene operative und technische Überlegungen im Zusammenhang mit deren Einsatz.&#160;&#160;Diese Initiative hat folgendes Ziel:&#160; UMFANG...  <a class="excerpt-read-more" href="https://aerospace.nrw/anfrage-nach-informationen-zu-luftraumueberwachungs-und-c-uas-loesungen-fuer-duale-militaerische-und-zivile-missionen" title="Read Anfrage nach Informationen zu Luftraumüberwachungs- und C-UAS-Lösungen für duale (militärische und zivile) Missionen">Read more &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading"><strong>ZWECK DER INFORMATIONSANFRAGE</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">EDA ist bestrebt, sein Verständnis der Leistungsfähigkeit und der Eigenschaften der Luftraumüberwachung nicht-kooperativer Flugzeuge und unbemannter Abwehrsysteme (C-UAS) zu verbessern. Dies umfasst die Erkennung, Verfolgung, Klassifizierung, Identifizierung und Neutralisierung sowie die Führung und Kontrolle (C2) und damit verbundene operative und technische Überlegungen im Zusammenhang mit deren Einsatz.&nbsp;&nbsp;Diese Initiative hat folgendes Ziel:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Interagieren Sie mit dem Markt:</strong> Verstehen Sie bestehende und neue Technologien im Bereich Luftraum und C-UAS sowie deren Leistungsfähigkeit. </li>



<li><strong>Fördern Sie Transparenz:</strong> Gewährleisten Sie Offenheit und Informationsaustausch und schaffen Sie ein faires und wettbewerbsorientiertes Umfeld. </li>



<li><strong>Optimierung der Beschaffungsstrategien:</strong> Gewinnen Sie Brancheneinblicke, um künftige Beschaffungsprozesse und -strategien der Mitgliedstaaten zu gestalten. </li>



<li><strong>Potenzielle Lieferanten identifizieren:</strong> Lösungen und Lieferanten vorab ermitteln, um zukünftige Beschaffungen effizienter zu gestalten. </li>



<li><strong>Lücken erkennen und schließen</strong> : Analysieren Sie Lücken in Systemen und Methoden und fördern Sie die Entwicklung innovativer, wiederherstellender Lösungen.  </li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>UMFANG DER GESUCHTEN INFORMATIONEN&nbsp;</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die EDA bittet um Einreichungen zu folgenden Aspekten:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Lösungsspezifikationen: Detaillierte technische und betriebliche Spezifikationen für die Luftraumüberwachung nicht-kollaborativer Luftfahrzeuge und C-UAS, einschließlich Aspekten im Zusammenhang mit:
<ul class="wp-block-list">
<li>Systemleistung und -eigenschaften,</li>



<li>Erfahrung in den Bereichen Implementierung, Integration und Betrieb</li>



<li>Führung und Kontrolle,</li>



<li>Produktion, Lebenszyklus, Versorgungssicherheit, Logistik und Zusatzleistungen,</li>



<li>und weitere Informationen.</li>
</ul>
</li>



<li>Hersteller und Systemintegratoren: Informationen zu Unternehmen, die an der Produktion und Lieferung der vorgenannten Systeme beteiligt sind.</li>



<li>Innovative Lösungen: Einblicke in neue Technologien im Bereich der Luftraumüberwachung und der C-UAS-Abwehr.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>EINBINDUNGSPROZESS</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Interessierte Parteien werden gebeten, ihr Interesse durch die Bereitstellung relevanter Informationen zu ihren Angeboten zu bekunden. Ziel dieser Initiative ist es, die verfügbaren Lösungen zu erfassen und die Expertise innerhalb der Branche zu bewerten, mit einem besonderen Fokus – aber nicht ausschließlich – auf die europäische Verteidigungstechnologieindustrie.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>ZIELGRUPPE</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftsakteure, Entwickler und Hersteller von Luftraum- und C-UAS-Lösungen jeglicher Herkunft, unabhängig von ihrem derzeitigen Zugang zum Markt der Europäischen Union.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>WICHTIGE INFORMATIONEN</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dies ist keine Ausschreibung</strong>&nbsp;– diese Informationsanfrage dient ausschließlich der Markterkundung und leitet weder ein formelles Beschaffungsverfahren ein noch stellt sie eine Verpflichtung zur Durchführung eines Ausschreibungsverfahrens dar.&nbsp;Die Parteien sind herzlich eingeladen, Erkenntnisse auszutauschen, die zur Verfeinerung der Beschaffungsstrategien beitragen könnten.&nbsp;Vertraulichkeit: Alle eingereichten Unterlagen werden gemäß den EDA-Richtlinien vertraulich behandelt. Dennoch werden den Mitgliedstaaten Informationen zur Verfügung gestellt, um den Informationsfluss zu ermöglichen, der zu Beschaffungsvorgängen, operativen Experimenten oder projektbezogenen Aktivitäten führen kann.&nbsp;EDA behält sich das Recht vor, jeden Einreicher direkt oder über seine Auftragnehmer zu kontaktieren, um Klarstellungen, zusätzliche Informationen oder eine Überprüfung der eingereichten Unterlagen zu verlangen.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>EINREICHUNGSDETAILS UND KONTAKTANFRAGE</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong></strong>Die Einreichungen müssen bis zum 22.05.2026 , 17:00 Uhr Brüsseler Zeit, über den folgenden Link&nbsp;<strong>erfolgen&nbsp;</strong><strong><a href="https://forms.office.com/Pages/ResponsePage.aspx?id=X2-UUFRBmkuNd2juNtVUZ3SJK_Hn3YtCmNku3gdghFxUMTROWlc0Q1g1TVJQODYwUUZOODQ2MFRXRy4u" target="_blank" rel="noreferrer noopener">.<sup></sup></a></strong>:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Anfragen oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte an&nbsp;<a href="mailto:uasresolve@eda.europa.eu">uasresolve@eda.europa.eu</a>&nbsp;.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>SCHUTZ PERSONENBEZOGENER DATEN&nbsp;</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zweck der Einreichung erfolgt in Übereinstimmung mit den geltenden Datenschutzbestimmungen und -richtlinien der EDA. Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie&nbsp;<strong><a href="https://eda.europa.eu/docs/default-source/procurement/privacy-statement.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier.</a></strong><strong>&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Quelle: <a href="https://eda.europa.eu/procurement/other-notices/request-for-information-on-airspace-monitoring-and-c-uas-solutions-for-dual-use-(military-and-civil)-missions">European Defence Agency</a></em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Satelliten erfassen den leuchtenden Puls der menschlichen Zivilisation</title>
		<link>https://aerospace.nrw/satelliten-erfassen-den-leuchtenden-puls-der-menschlichen-zivilisation</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Sarin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 09:24:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://aerospace.nrw/?p=10481</guid>

					<description><![CDATA[Die Corona-Lockdowns und die Energiesparmaßnahmen aufgrund es Ukraine-Kriegs haben Europa sichtlich gedimmt. Das zeigt eine neue Auswertung von Satellitendaten. Aus großer räumlicher und zeitlicher Entfernung betrachtet nimmt das nächtliche Leuchten bewohnter Bereiche der Erde stetig zu. Wie schwankend dieses Leuchten in Wirklichkeit ist, hat ein Forschungsteam der University of Connecticut gemeinsam mit der NASA und...  <a class="excerpt-read-more" href="https://aerospace.nrw/satelliten-erfassen-den-leuchtenden-puls-der-menschlichen-zivilisation" title="Read Satelliten erfassen den leuchtenden Puls der menschlichen Zivilisation">Read more &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Die Corona-Lockdowns und die Energiesparmaßnahmen aufgrund es Ukraine-Kriegs haben Europa sichtlich gedimmt. Das zeigt eine neue Auswertung von Satellitendaten.</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus großer räumlicher und zeitlicher Entfernung betrachtet nimmt das nächtliche Leuchten bewohnter Bereiche der Erde stetig zu. Wie schwankend dieses Leuchten in Wirklichkeit ist, hat ein Forschungsteam der University of Connecticut gemeinsam mit der NASA und weiteren Forschenden in den USA und Deutschland anhand einer neuen Analyse von Satellitendaten gezeigt. „Zum ersten Mal wurden zu diesem Zweck auf globaler Ebene tägliche Satellitenbilder verwendet“, sagt Prof. Dr. Christopher Kyba, Professor für Nachtlichtfernerkundung an der Ruhr-Universität Bochum, der an der Studie beteiligt war. Die Daten zeigen erneut, dass die Lichtemissionen insgesamt zwar zugenommen haben. Doch die wichtigste neue Erkenntnis ist, dass Schwankungen sehr häufig vorkommen und nicht nur auf Faktoren wie die COVID-19-Lockdowns oder den Krieg in der Ukraine zurückzuführen sind. Die Forschenden berichten&nbsp;<a href="https://www.nature.com/articles/s41586-026-10260-w" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in der Zeitschrift Nature vom 8. April 2026</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswertung der Daten des Satelliteninstruments VIIRS DNB aus den Jahren 2014 bis 2022 zeigen, dass die nächtliche Beleuchtung global um rund zwei Prozent pro Jahr zunimmt. „Zwar ist weltweit ein Anstieg von insgesamt 16 Prozent zu verzeichnen, doch das bedeutet nicht, dass es überall zu einer Aufhellung kommt“, erklärte Christopher Kyba. „In den Gebieten, in denen eine Aufhellung zu beobachten ist, stiegen die Emissionen um 34 Prozent. Dies wurde durch einen Rückgang der Emissionen um 18 Prozent in anderen Gebieten ausgeglichen.“ Damit war die Zu- und Abnahme der Beleuchtung wesentlich dynamischer als zuvor angenommen. Während China und Indien durch die Urbanisierung im Auswertungszeitraum immer heller leuchteten, nahm die Beleuchtung in anderen Industriestaaten eher ab, weil sie zum Beispiel auf LED-Beleuchtung umstellen oder die nächtliche Beleuchtung regulieren, um Lichtverschmutzung einzudämmen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://news.rub.de/sites/default/files/styles/nepo_-_artikel_804xy/public/2026-04/2026_04_09_Dark_Earth_from_Artemis_II.jpg?itok=ZDcPVzJG" alt="Die Erde vom Weltall aus betrachtet"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und noch ein anderer, sehr frischer Blick von weit oben: Der NASA-Astronaut und Kommandant der Mission Artemis II, Reid Wiseman, hat dieses Foto der Erde aus dem Fenster des Raumschiffs Orion aufgenommen.&nbsp;© NASA / Reid Wiseman / Daniel Fischer</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein dramatischer Rückgang der Beleuchtung war in der Ukraine nach Beginn der russischen Angriffe zu beobachten. Aber auch Frankreich leuchtet nachts deutlich schwächer (minus 33 Prozent), da viele Kommunen dort nach Mitternacht die nächtliche Straßenbeleuchtung abschalten, um Energie zu sparen und Lichtverschmutzung zu vermeiden. „In Deutschland blieben die Lichtemissionen trotz lokaler Veränderungen insgesamt konstant“, berichtet Kyba. „Während in einigen Gebieten des Landes die Lichtemissionen um 8,9 Prozent anstiegen, sanken sie in anderen Gegenden um 9,2 Prozent ab.“ Insgesamt ging das nächtliche Leuchten in Europa um vier Prozent zurück – wobei dieser kleine Rückgang nicht ganz den menschlichen Eindruck widerspiegelt, da es Unterschiede zwischen der Empfindlichkeit von Satelliten und dem menschlichen Sehvermögen gibt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Erste globale Auswertung in voller Auflösung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Möglich wurden diese Erkenntnisse durch die Auswertung von auf einzelne Tage bezogenen Daten. Bisherige Beobachtungen basieren auf monatlicher oder jährlicher Auswertung, wodurch es aufgrund instrumenteller Faktoren schwieriger war, Veränderungen zu erkennen und zu messen. „Bislang wurde noch keine globale Analyse unter Verwendung der nächtlichen Daten in voller Auflösung durchgeführt“, unterstreicht Kyba. Zudem basiert die aktuelle Analyse auf einem eigens entwickelten Algorithmus, der den Blickwinkel des Satelliten mit einrechnet: Wenn man ein Wohngebiet von der Seite betrachtet, wirkt es heller, als wenn man direkt von oben darauf herabblickt; in Stadtzentren ist es meist umgekehrt. Schwankungen der Position des Satelliten, die seinen Blickwinkel verändern, wurden somit erstmals berücksichtigt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in der Studie ausgewerteten Daten stammen vom Instrument „Visible Infrared Imaging Radiometer Suite (VIIRS) Day/Night Band“ (DNB) aus Satelliten Suomi NPP, NOAA-20 und NOAA-21 der amerikanischen Behörden NOAA und NASA. Der Satellit beobachtet nach Mitternacht, gewöhnlich zwischen ein und vier Uhr örtlicher Zeit. Er erfasst nächtlich den gesamten Planeten zwischen 70° Nord und 60° Süd. Ein einzelnes Satellitenpixel deckt eine Fläche von etwa 0,5 Quadratkilometern ab. In dieser Analyse wurden nur Gebiete mit künstlichem Licht untersucht; Waldbrände und Polarlichter werden vom Satelliten erfasst, wurden aus der Analyse aber ausgeschlossen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein neuer Satellit für Europa</h4>



<p class="wp-block-paragraph">„Künstliches Licht ist nachts ein wichtiger Stromverbraucher, und Lichtverschmutzung beeinträchtigt Ökosysteme“, sagt Christopher Kyba. „Es ist wichtig zu verstehen, wie sich beides verändert.“ Er leitet ein Team, das der Europäischen Weltraumorganisation ESA einen hochmodernen europäischen Satelliten zur Beobachtung des nächtlichen Lichts als „Earth Explorer 13“ vorschlagen wird. Dieser neue Satellit würde wesentlich empfindlichere Beobachtungen liefern als bestehende Satelliten und dank seiner hohen Auflösung die Unklarheiten darüber, was sich genau verändert, erheblich verringern. „Während die USA und China über Satelliten verfügen, die das nächtliche Licht beobachten, gibt es in Europa derzeit keinen Satelliten, der für diesen Zweck ausgelegt ist“, so Kyba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Förderung</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit wurde durch die Programme Terra, Aqua, Suomi-NPP und NOAA-20 der NASA (Förderkennzeichen 80NSSC22K0199) sowie durch das Programm „Remote Sensing Theory for Earth Science“ der NASA (Förderkennzeichen 80NSSC20K1748) unterstützt. Christopher Kyba wurde durch das Programm „New Earth Observation Mission Ideas“ der Europäischen Weltraumorganisation ESA (Vertrag 4000139244/22/NL) und durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt (Fördernummer 545098235). Die Rechenarbeiten für das Projekt wurden unter Verwendung von Ressourcen des Storrs High-Performance-Computing-Clusters durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Originalveröffentlichung</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tian Li, Zhuosen Wang, Christopher C. M. Kyba, Miguel O. Román, Karen C. Seto, Yun Yang, Shi Qiu, Theres Kuester, Michail Fragkias, Xiang Chen, Thomas H. Meyer, Chadwick D. Rittenhouse, Xiaonan Tai, Mari Cullerton, Falu Hong, Ashley Grinstead, Kexin Song, Ji Won Suh, Xiucheng Yang, Virginia L. Kalb, Chengbin Deng &amp; Zhe Zhu: Satellite imagery reveals increasing volatility in human night-time activity, in Nature, 2026, DOI:&nbsp;<a href="https://www.nature.com/articles/s41586-026-10260-w" target="_blank" rel="noreferrer noopener">10.1038/s41586-026-10260-w</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Quelle: <a href="https://news.rub.de/presseinformationen/wissenschaft/2026-04-08-geografie-satelliten-erfassen-den-leuchtenden-puls-der-menschlichen-zivilisation">Ruhr-Universität Bochum</a></em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Luftfahrt.NRW</title>
		<link>https://aerospace.nrw/luftfahrt-nrw</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Sarin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 07:19:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://aerospace.nrw/?p=10432</guid>

					<description><![CDATA[Maßnahmen für den Luftverkehr, die eine Bedeutung für die Erforschung und Entwicklung innovativer und nachhaltiger Luftfahrttechnologien haben Nordrhein-Westfalen fördert die Forschung und Entwicklung im Bereich des klimafreundlichen Luftverkehrs. Hierzu wurde die (Förder-) Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur Verbesserung der Flugsicherheit, des Umweltschutzes und der Infrastruktur im Luftverkehr novelliert und um einen...  <a class="excerpt-read-more" href="https://aerospace.nrw/luftfahrt-nrw" title="Read Luftfahrt.NRW">Read more &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Maßnahmen für den Luftverkehr, die eine Bedeutung für die Erforschung und Entwicklung innovativer und nachhaltiger Luftfahrttechnologien haben</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nordrhein-Westfalen fördert die Forschung und Entwicklung im Bereich des klimafreundlichen Luftverkehrs. Hierzu wurde die (Förder-) Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur Verbesserung der Flugsicherheit, des Umweltschutzes und der Infrastruktur im Luftverkehr novelliert und um einen Teil 3 zur Erforschung und Entwicklung innovativer Luftfahrttechnologien erweitert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Akteure der Luftverkehrsbranche wie etwa Flugplatzbetreiber, Unternehmen, Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Kommunen, Kommunalverbände und Vereine haben nunmehr die Chance, mit Mitteln des Landes die klimagerechte Transformation des Luftverkehrs mitzugestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Förderfähig sind „Maßnahmen für den Luftverkehr, die eine Bedeutung für die Erforschung und Entwicklung innovativer und nachhaltiger Luftfahrttechnologien haben“, soweit ihnen eine verkehrspolitische oder regionalpolitische Bedeutung für die Erforschung neuer Luftfahrttechnologien zukommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Mittelbereitstellung setzt die Landesregierung ihr Ziel um, Innovationen im Luftverkehr weiter voranzubringen. Das umfasst die positive Begleitung von Entwicklungen wie etwa Flugtaxen sowie die Unterstützung der Weiterentwicklung bei innovativen Flugverfahren und klimaneutralen Antrieben im Luftverkehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Einreichung ist noch bis 31. Mai 2026 möglich.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="briefingHeadline-1">Informationen zur Förderung</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wer wird gefördert?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefördert werden Einzelvorhaben und Gemeinschaftsvorhaben von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, von Forschungseinrichtungen und Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, eingetragenen Vereinen sowie Kommunen und Kommunalverbänden und sonstigen juristischen Personen des öffentlichen Rechts, insbesondere Stiftungen, Anstalten des öffentlichen Rechts, mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was wird gefördert?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Maßnahmen für den Luftverkehr, die eine Bedeutung für die Erforschung und Entwicklung innovativer und nachhaltiger Luftfahrttechnologien haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Förderfähig sind Investitionen für innovative Produkte und Verfahren in der Luftfahrt. Dies beinhaltet die Entwicklung und Erprobung von</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>neue Optionen und umsetzungsorientierten Strategien für die zukünftige Mobilität von Personen, Gütern oder Luftarbeit, insbesondere Sprühflüge, Fotoflüge, Kontrollflüge und ähnliches, sowie<br></li>



<li>neuartige bzw. optimierte Vernetzungsmöglichkeiten des Luftverkehrs mit anderen Verkehrsträgern.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie wird gefördert?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zuwendung wird als Projektförderung (Anteilsfinanzierung) gewährt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Quelle: <a href="https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/luftfahrt-nrw">Projektträger Jülich</a></em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Artemis II startet zum Mond – mit deutscher und europäischer Technologie an Bord</title>
		<link>https://aerospace.nrw/artemis-ii-startet-zum-mond-mit-deutscher-und-europaeischer-technologie-an-bord</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Sarin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 07:14:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://aerospace.nrw/?p=10451</guid>

					<description><![CDATA[Mit der NASA-Mission Artemis II brechen erstmals nach fast 55 Jahren wieder Menschen Richtung Mond auf. Nach Verzögerungen im Februar und März öffnet sich nun das Startfenster für Artemis II erneut. Aktuell geplant ist der Launch für 2. April 2026 ab 0:24 Uhr MESZ (1. April, 18:24 Uhr US-amerikanischer Zeit am Kennedy Space Center). Es...  <a class="excerpt-read-more" href="https://aerospace.nrw/artemis-ii-startet-zum-mond-mit-deutscher-und-europaeischer-technologie-an-bord" title="Read Artemis II startet zum Mond – mit deutscher und europäischer Technologie an Bord">Read more &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<ul class="wp-block-list">
<li>Voraussichtlich startet Artemis II in der kommenden Nacht, 2. April 2026, 0:24 Uhr MESZ.</li>



<li>Vier DLR-Strahlungssensoren sind an Bord der Orion und werden von der Crew nach dem Start im Raumschiff montiert und aktiviert.</li>



<li>Das Europäische Servicemodul ESM bringt erstmalig Menschen ins All.</li>



<li>An Bord ist auch der deutsche CubeSat TACHELES des Berliner Startups Neurospace.</li>



<li>Schwerpunkte: Raumfahrt, Mond, Strahlenbiologie, Kleinsatelliten, astronautische Langzeitmissionen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der NASA-Mission Artemis II brechen erstmals nach fast 55 Jahren wieder Menschen Richtung Mond auf. Nach Verzögerungen im Februar und März öffnet sich nun das Startfenster für Artemis II erneut. Aktuell geplant ist der Launch für 2. April 2026 ab 0:24 Uhr MESZ (1. April, 18:24 Uhr US-amerikanischer Zeit am Kennedy Space Center). Es wird der erste Einsatz des Orion-Raumschiffs mit einer vierköpfigen Besatzung an Bord. Geplant ist, dass die Crew den Erdtrabanten umrundet und nach zehn Tagen zur Erde zurückkehrt. Deutschland und Europa sind gleich mit mehreren Komponenten und Technologien an Bord. So werden vier Strahlungsdetektoren M-42 EXT (extended) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erneut die Weltraumstrahlung zwischen Erde und Mond messen – dieses Mal in einer noch genaueren Auflösung als beim Artemis-I-Flug Ende 2022. Das Europäische Servicemodul, kurz ESM, befördert auf dieser Mission nun erstmals Menschen in den Weltraum. Und mit TACHELES macht sich ein Kleinsatellitendemonstrator aus Deutschland auf den Weg zum Mond, um in dessen Umlaufbahn abgesetzt zu werden. Die Deutschen Raumfahrtagentur im DLR hat den CubeSat ausgewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nach dem erfolgreichen Flug des Strahlungsexperiments MARE auf Artemis I freue ich mich, dass wir mit der neuen Mission den bislang einzigartigen Datensatz zur Weltraumstrahlung zwischen Erde und Mond ausbauen können. Mit weiter entwickelten Dosimetern, dem Sensor M-42 EXT, werden wir noch detailliertere Messdaten erhalten. Damit führen wir Experimente erfolgreich fort, die wir vor mehr als 20 Jahren auf der ISS begonnen haben“, sagt Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Um auch auf die Zukunft der robotischen und astronautischen Exploration vorbereitet zu sein, beginnen wir aktuell mit dem Aufbau des Human Exploration Control Center HECC an unserem Standort in Oberpfaffenhofen. Durch konsequenten Wissensaustausch und Technologietransfer ist es uns gelungen, Kompetenzen aufzubauen, mit denen wir anerkannter internationaler Partner sind, aber auch die technologische Souveränität Deutschlands stärken.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Deutschland ist bei der Rückkehr der Menschheit zum Mond ganz vorne mit dabei“, ergänzt Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Generaldirektor der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. „Wir freuen uns sehr, dass mit dem in Bremen gebauten ESM erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ein nicht-US-amerikanisches System Astronautinnen und Astronauten Richtung Mond transportiert. Für die Orion-Kapsel hat außerdem die deutsche Industrie Sensoren zur Navigation im Weltraum bereitgestellt. Zudem fliegt auf der Mission ein Kleinsatellit eines deutschen Startups mit, der Technologie für einen kostengünstigen Zugang zur Nutzung der Mondoberfläche erschließen sowie den Einfluss der Weltraumstrahlung auf Raumfahrzeuge testen soll. Das stärkt den Raumfahrtstandort Deutschland in Technologie und Wissenschaft nachhaltig.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">NASA-Administrator Jared Isaacman: „Artemis II ist ein wichtiger Schritt für die Rückkehr der Menschheit in die Tiefen des Weltraums und die NASA ist stolz darauf, bei dieser Mission von unseren internationalen Partnern unterstützt zu werden. Die deutschen Beiträge zum Europäischen Servicemodul, zusammen mit den M-42-EXT-Strahlungsdetektoren und dem CubeSat TACHELES, spiegeln die Bandbreite der internationalen Elemente wider, die Artemis II unterstützen. Gemeinsam tragen diese Bemühungen zu den Daten und Erfahrungen bei, die für die nachhaltige Erforschung des Mondes durch den Menschen und für künftige Missionen zum Mars benötigt werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Orion-Besatzung besteht aus Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch aus den USA sowie Jeremy Hansen aus Kanada. Der Fokus des vom Kennedy Space Center in Florida startenden zweiten Testflugs des Artemis-Programms liegt für die NASA unter anderem auf der Validierung aller Lebenserhaltungssysteme im tiefen Weltraum, um den Weg für die für das Jahr 2028 geplante Mondlandung mit Artemis IV zu ebnen. Sollte sich der Start von Artemis II verschieben, gibt es weitere Startmöglichkeiten im April 2026.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="2f7058fe-256e-4d1d-a4b5-9563156ee1ed">ESM – das europäische Servicemodul bringt zum ersten Mal Menschen Richtung Mond</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Menschheit nach über fünf Jahrzehnten wieder zum Mond aufbricht, wird zum ersten Mal eine Crew von einem System, das nicht vollständig aus den USA stammt, auf diese Reise geschickt. Denn bei ihren Artemis-Missionen greift die NASA erstmalig bei einer kritischen Komponente für astronautische Flüge auf internationale Partner zurück. Die Antriebs- und Versorgungseinheit der Crewkapsel, das sogenannte European Service Module (ESM), wurde unter der industriellen Führung von Airbus Defence and Space in Bremen entwickelt und wird dort auch montiert. Komponenten aus elf europäischen Ländern sowie den USA werden dafür in die Hansestadt geliefert und zu einem einzigartigen Raumfahrzeug integriert. Dass sich die NASA hier auf ein europäisches System verlässt, ist ein enormer Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit der europäischen Raumfahrt. Unter den ESA-Mitgliedsstaaten ist Deutschland der wichtigste Partner im ESM-Projekt. Der deutsche Anteil am ESM-Programm beträgt rund 50 Prozent und wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR gesteuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Artemis-Crew-Raumschiff Orion, auch Multi Purpose Crew Vehicle (MPCV) genannt, besteht aus zwei Teilen: der US-amerikanischen Crewkapsel und dem darunter sitzenden, zylinderförmigen Servicemodul ESM-2, der Nachfolgeversion des ESM-1, das Ende 2022 noch eine menschenleere Orion-Kapsel zum Mond brachte. Hier sitzt das Haupttriebwerk für den Anflug zum Mond. Vier Solarpaneele liefern den Strom für das Raumschiff. Die ESM-Klimasysteme regulieren die Temperatur für Crew und Fracht. Außerdem lagern im ESM der Treibstoff sowie die Sauerstoff- und Wasservorräte für die Besatzung. Voll beladen wiegt das ESM beim Start gut 15 Tonnen. Nachdem sich das Orion-Raumschiff von der Oberstufe der Trägerrakete SLS (Space Launch System) im Erdorbit trennt, zündet das ESM-Haupttriebwerk, um das Raumschiff Richtung Mond zu beschleunigen. Am Ende der Mission trennen sich die Orion-Crewkapsel und das ESM kurz vor der Ankunft an der Erde. Während die Crewkapsel in die Erdatmosphäre eindringt und anschließend an Fallschirmen im Pazifik landet, verglüht das ESM in der Erdatmosphäre.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="612b3496-043e-4c9e-b08d-57dc7bc80010">DLR-Dosimeter M-42 EXT: Weltraumstrahlung noch genauer messen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Dosimeter misst die Strahlenbelastung durch schwere Ionen – diese gelten als besonders gefährlich für den menschlichen Körper und sind damit eine der größten Herausforderungen für astronautische Langzeitmissionen. Den Strahlungsdetektor M-42 hat das Team der Strahlenbiologie am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln nach dem erfolgreichen Einsatz auf der Artemis-I-Mission insbesondere bezüglich der Messelektronik weiterentwickelt. Außerdem verfügt das neue Gerät M-42 EXT über einen Ein-/Ausschalter und die Batterie ist für die Energieversorgung nochmals optimiert worden. Insgesamt konzipierte, baute, kalibrierte und testete das DLR-Team einen Satz von acht baugleichen Dosimetern; vier Flugeinheiten sowie vier weitere als Backups, sollten vor dem Missionsstart technische Probleme mit einem oder mehreren Flugeinheiten entstehen. Das Team des Instituts reiste Ende Januar nach Florida zum Kennedy Space Center, testete ein letztes Mal alles durch und übergab das Set am 2. Februar 2026 schließlich an die NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Besondere bei diesem Artemis-Mondflug: Die Sensoren befinden sich beim Start noch in einer Cargo-Transfer-Tasche an Bord verstaut. Erst danach werden sie im Raumflug von der Crew eingeschaltet und an den Messpositionen mit Klettverschlüssen angebracht. Ausgewählt wurden dazu im Vorfeld vier Stellen im Raumschiff, die unterschiedlich gegen Strahlung abgeschirmt sind. So lässt sich ein räumliches Bild von der Strahlungssituation innerhalb der Raumkapsel während des Fluges gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Thomas Berger, Leiter der Strahlenbiologie am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin und Projektleiter der DLR-Strahlungsexperimente auf den Mondflügen von Artemis I und II: „Der Erfolg unseres MARE-Projekts bei der Artemis-I-Mission hat gezeigt, dass das Konzept eines kleinen und vielfältig anwendbaren Detektorsystems gut funktioniert. Mit dem neuen Sensor M-42 EXT haben wir die Möglichkeit, die Weltraumstrahlung zwischen Erde und Mond erneut zu messen – jetzt dank eines deutlich größeren Messbereichs noch viel genauer. Wir erwarten einen Datensatz, der einen um den Faktor sechs erhöhten Energiemessbereich umfasst. Das wird unsere Daten aus MARE um wertvolle weitere Messergebnisse ergänzen. Für alle Kolleginnen und Kollegen, die an unserem wissenschaftlichen Beitrag zur Artemis-II-Mission gearbeitet haben, geht eine intensive und ereignisreiche Zeit zu Ende. Wir freuen uns alle sehr, wieder auf Orion mitfliegen zu können und erwarten gespannt die neuen Daten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/artemis-ii-startet-zum-mond-mit-deutscher-und-europaeischer-technologie-an-bord">DLR</a></em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
